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![]() Die Supernase aus Zwickau Kaufbereitschaft und Umsatz steigen – beim richtigen Einsatz von Düften |
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| Sächsische Zeitung Dresden,
24./25. Juni 2000 Von Andreas Wohland Zwickau. Wenn Jens E. Reißmann einen Kunden aufsucht, dann geht er der Nase nach. Der Zwickauer Unternehmer be- schäftigt sich seit zwei Jahren mit der Wissenschaft des Riechens. Seine Firma Reima Duftmarketing GmbH ist die einzige ihrer Art in Ostdeutschland. In den USA und Japan setzen Unternehmer seit Jahren auf die "Macht der Düfte". Was nicht ver- wundert: Nach einer Studie der Universität Paderborn steigt die Kaufbereitschaft der Kunden, umgeben von geeigneten Düften um 15, der Umsatz um sechs Prozent. Reißmann will nicht das bekannte Duftbäumchen noch einmal erfinden. Er arbeitet kundenorientiert: "In einem Reisebüro zum Beispiel erwartet der Kunde den Duft nach Urlaub, Strand und Meer." Aromatisierte Luft in einer Hotelhalle könne das Ambiente des Hauses unter- stützen. Das Erforschen des Einflusses von Aromen auf Menschen ist problemlos. |
Mit Hilfe von Analysegeräten lassen sich fast alle Düfte in ihre Bestandteile zerlegen. Eine Kopie davon ist meist nur eine Frage der Chemie. Reima Duftmarketing zählt zu den wenigen deutschen Unternehmen, die spezielle Kompositionen kreieren. Reißmann: "Manchmal wollen die Kunden die Erinner- ungen wachrufen, zum Beispiel an ein Sommergewitter." Seine Sporen verdiente sich Reißmann mit der Kreation eines Auto-Duftes. Der vertreibt schlechte Gerüche aus Gebrauchtwagen. Ein großer Händler, die Firma Auto Becker aus Düsseldorf, testete das Produkt – und bestellte gleich noch einen Duft nach Leder und Wallnuss: Der soll die Kunden zum Kauf von Nobelkarossen animieren. Reißmann sieht noch viele Absatz- märkte: "Mit Aromen angereicherte Luft in Büros hat einen positiven Einfluss auf das Arbeitsklima." Und bei richtig "bedufteten" Seminaren verbessere sich die Konzentration der Teilnehmer. |