
Der Duft frischer Rosen, ein Spaziergang durch den Wald, der Geruch von Meer und Strand. All das
erweckt po- sitive Gefühle, die manchmal sogar Erinnerungen wachru- fen. Gerüche bestimmen
menschliche Vorlieben und Abneigungen. Sie verbinden Erinnerung, Inspiration, Ge- fühl, Liebe und Haß.
Duftmar- keting macht sich diesen na- türlichen Vorgang zu Nutze und setzt Raumdüfte zur Ver- kaufsförderung ein.
Tatsächlich, ist es wissen- schaftlich erwiesen, daß Ge- rüche zu einer längeren Ver- weildauer in Geschäften
führ- en und folglich den Umsatz steigern. Sie erhöhen konzen- trationsfähigkeit und steigern Motivation.
Befragte im Rahmen einer Studie der |
Universität Paderborn stuften beispielsweise in bedufteten
Verkaufsräumen den Umfang der Produktpalette um 19 Prozent größer, die Freund- lichkeit und
Kompetenz der Mitarbeiter um 39 bzw. 59 Prozent besser und das Sort- iment um 47 Prozent verfüh- rerischer
ein. In den USA oder in Japan ist diese Er- kenntnis schon lange nichts Neues mehr. In Europa je- doch ist
das Thema Duftmar- keting eine wirkliche Markt- lücke. Die Atmosphäre wird eben nicht nur von Licht, Wärme,
Klang und Farbe be- stimmt, sondern in erster Linie durch die Luft die uns umgibt. Woher sonst kommt das
Sprichwort „Jemanden nicht riechen können"?
Fazit: Richtig eingesetzt steigert Raumduft die durchschnittliche Verweildauer der Kunden im Verkaufsraum
um 15,9%, und erhöht die Kauf bereitschaft der Kunden um 14,8%. Insgesamt könnte der Umsatz um ca. 6%
gesteigert werden. (Quelle: Forschungsgruppe Konsum und Verhalten der UNI Paderborn, Anja Stöhr)
Der Duft als Marke
Die Menge der Duftmoleküle liegt exakt an der Wahrneh- mungsgrenze und die Raum- beduftung ist perfekt
in- szeniert! Jedes Geschäft sollte seinen eigenen Duft als Markenzeichen haben. |
Vorausgegangene
Markt- studien sind die Grundlage für den richtigen Duftmix. In Sportgeschäften beispiels- weise empfiehlt sich
ein frischer Zitronen-Geranium-Duft, Reiseanbieter haben Er- folg mit Kokos oder Ananas. Ein wichtiger Faktor
für den besonderen Duft eines Ge- schäftes ist neben der Größe vor allen Dingen sein Am- biente.
Allerdings darf der Geruch nicht zu aufdringlich sein. Beachten Sie auch, daß die Gerüche realistisch
wirken sollten. So wecken Düfte wie "Ozean" im Hochgebirge eher unwahrscheinliche Asso- ziationen.
Tip: Duftsäulen für einen Bereich von rund 100 - 300 Quadratmetern gibt es im Fachhandel ab 1.000 €.
Via Klimaanlage Duft zu ver- strömen kostet ca. 7.500 €. Die Geräte müssen alle 2 bis 4 Monate nach- gefüllt
werden. Das kostet zwi- schen 50 und 250€. Auch im Briefverkehr weckt ein Blumen- duft angenehme Gefühle
bei Kunden und Geschäftspartnern. Konse- quenz ist allerdings das A und 0!
Vorhandene Gerüche dezent „veredeln“
Unangenehme Gerüche wie Zigarettenrauch oder Rein- igungsmittel müssen oft überdeckt werden.
Werden die Düfte jedoch zu "Ge- ruchsattacke" so wirken sie erstens unglaubwürdig und zweitens unangenehm. |